Pressespiegel

Der Wochenkurier berichtet in seiner Ausgabe vom 13.4.2010:

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Eine Anlaufstelle für Eltern in großer Not

Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe

 

Iserlohn. (as) Fehler mögen menschlich sein. Doch gibt es Fehler, deren Folgen Leben verändern können. Fehler in der Geburtshilfe beispielsweise. Der Verein Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe versucht Familien in dieser schwierigen Phase aufzufangen. Er versteht sich als Schnittstelle zwischen Patientenschutz und Behindertenarbeit. Sitz des Arbeitskreises: direkt in der Nachbarschaft, in Dortmund. Sein Einzugsgebiet: die gesamte Region und weit darüber hinaus.
Zeitsprung. 23. August 1978: Es sollte der schönste Tag werden. Doch er wurde zu einer Zäsur im Leben des jungen Paares. Die lang ersehnte Geburt lief nicht wie geplant. Das Kind erlitt eine Hirnblutung, es bekam während der Geburt nicht genug Sauerstoff. Schwerst behindert kam das Wunschkind zur Welt. An der Liebe zu dem kleinen Mädchen tat das keinen Abbruch. Doch der Zorn blieb. Zorn auf ein ständig wechselndes Ärzteteam im Kreisssaal des Dortmunder Klinikums. Ein Team, das, davon waren die Eltern überzeugt, Fehler gemacht und so den fatalen Ausgang der Geburt beschworen hatte. Per Zeitungsannoncen suchte das Paar bundesweit Gleichgesinnte – Eltern, die ebenfalls davon überzeugt waren, dass ärztliche Fehler für die Behinderung ihrer Kinder verantwortlich waren. Deren erstes Treffen im November 1982 war gleichsam die Geburtsstunde des Vereins Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe. Ein Arbeitskreis, der um die Rechte von Eltern und Kindern kämpft.
Die Geschäftsstelle des Arbeitskreises liegt heute im Herzen Dortmunds, an der Ludwigstraße 16. Die Anrufe, die Geschäftsstellenleiterin Marlis Meierling tagtäglich entgegennimmt, kommen aus allen Gegenden Deutschlands. Eltern in Not. Eltern, die nicht wissen, was sie tun sollen. Eltern, die für eine finanzielle Unterstützung streiten, um ihren Kindern die Pflege ermöglichen zu können, die nötig ist. Eltern, die getröstet werden wollen.
Seit 25 Jahren ist Marlis Meierling die gute Seele der Geschäftsstelle. “Wir haben viel erreicht”, sagt sie. “Doch noch immer kommen pro Jahr mehrere 1.000 Kinder zur Welt mit schweren Behinderungen, die auf ärztliche Kunstfehler zurückzuführen sind.” Noch immer sterben Mütter bei der Geburt ihrer Kinder. Es ist zwar richtig, dass die Säuglingssterblichkeit in Deutschland so gering ist wie in kaum einem anderen Land. Und es ist auch richtig, dass nicht jede Behinderung eines Kindes gleichzusetzen ist mit Ärztepfusch. Aber Fehler geschehen. “Das sind schreckliche Schicksale”, sagt Marlis Meierling. “Ganze Familien werden umgekrempelt. Oft ist die komplette Zukunftsplanung futsch.”
Der Arbeitkreis kann helfen. “In der Mischung aus Trauer und Wut fällt es Eltern nicht leicht, die richtige Entscheidung zu treffen”, sagt Marlis Meierling. Doch in der Geschäftsstelle, die gleichsam als Beratungs- und Dokumentationsstelle dient, gelingt es Marlis Meierling oft, Kontakte und Ansprechpartner zu vermitteln. Hilfe kann juristische Fragen betreffen. “Wir dürfen zwar keine Rechtsberatung im juristischen Sinne geben”, sagt Marlis Meierling. “Aber wir dürfen Tipps geben, worauf Eltern bei der Anwaltssuche achten sollten.” In kleinen Schritten lotsen Arbeitskreis, Vorstand und juristischer Beirat des Vereins Eltern durch das Labyrinth namens Zukunft. Der Verein gibt Eltern und Anwälten Hilfestellungen. Er unterstützt Betroffene bei der Beschaffung sämtlicher Krankenunterlagen, prüft, ob diese vollständig sind und komplettiert sie. Und er überprüft die Erfolgsaussichten. So wird Eltern die Angst genommen, einen kostspieligen Prozess ohne Aussicht auf Erfolg zu führen. Rund 1.000 Mitglieder hat der Verein Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe. Es könnten viel mehr sein.
Hilfe bedeutet oft Geld. “Ein Heimplatz für ein schwerstbehindertes Kind wird bezahlt”, sagt Marlis Meierling. Aber die Eltern möchten ihre Kinder nicht weggeben, sondern sie zu Hause pflegen. “Wenn Klagen scheitern, müssen sich Eltern oft verschulden”, sagt die Geschäftsstellenleiterin des Arbeitskreises. Hilfsmittel, alternative Therapien oder das großvolumige Auto, das auch einen Rollstuhl transportieren kann – all das will finanziert werden.
Hilfe kann es auch für die Betreuung der Kinder geben. Wo bekommt man was? Wer hat Erfahrung womit? Welche Kindergärten oder Schulen sind geeignet? Der Arbeitskreis fungiert wie ein Netzwerk. “Eltern können sich austauschen”, sagt Marlis Meierling. Und: “Persönliche Kontakte sind wichtig.” Deshalb lädt der Arbeitskreis einmal pro Jahr zu einer Bundestagung ein. In diesem Jahr im Juni in Süddeutschland. Eltern lernen sich kennen. Referate behandeln Geschwisterkinder, behindertengerechte Umbaumaßnahmen, Ernährungsprobleme bei behinderten Kindern und eine neue Therapieform, die sich Adeli nennt und vielfachbehinderten Kindern womöglich helfen kann, sich eigenständig zu bewegen. Auch Anwälte sind bei der Bundestagung. Sie erörtern mit den Eltern juristische Fragen. Willkommen sind auch Nicht-Mitglieder. “Unsere Veranstaltungen stehen für alle offen”, sagt Marlis Meierling.
Die Geschäftsstellenleiterin plant, Themenabende mit Referenten in den Dortmunder Räumen einzuführen. Eltern aus der Region können in einen engen Kontakt treten und sich austauschen. Angst, dass intime Informationen nach draußen dringen, braucht niemand zu haben. “Hier unterliegt alles dem Datenschutz”, sagt Marlis Meierling.
Natürlich ist die Arbeit für den Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe oft belastend. Aber: “Wir sind hier kein trauriger Haufen”, sagt Marlis Meierling. Es gibt auch viele Erfolgserlebnisse. “Ich habe viele Kinder kennengelernt, die so schwer behindert waren, dass sie gar nichts konnten”, sagt die Geschäftsstellenleiterin. “Es ist immer wieder wunderbar zu erleben, wenn diese Kinder plötzlich etwas in den Händen halten oder laufen können oder wenn sie im Rollstuhl zurechtkommen.”
Es ist eine innige Freude, die Marlis Meierling mit den Eltern teilt. Denn auch wenn ein Fehler in der Geburtshilfe das Leben der Eltern auf den Kopf gestellt hat. “Eines beteuern alle Eltern, die ich kennengelernt habe”, sagt Marlis Meierling. “Sie sind froh, dass sie dieses Kind haben. Es gibt ihnen so viel.”
Kontakt zum Verein Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe, zentrale Beratungs- und Dokumentationsstelle: Telefon 0231/52 58 72, Mail: AKGev@web.de.

FORUM, das Selbsthilfe-Magazin für Dortmund, veröffentlichte in Ausgabe 1/2008 (März 08)
diesen Beitrag des AKG-Vorsitzenden Dr. Roland Uphoff:

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Über unsere Jubiläumsveranstaltung „25 Jahre AKG” berichteten die „RuhrNachrichten” am 16. und 19.11.2007:

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Zum selben Thema erschienen im „Freilassinger Anzeiger” vom 28.11.2007 und in der „Südostbayerischen Rundschau” vom 1.12.2007 diese Artikel:

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Aus den „RuhrNachrichten” vom 3.8.2007:

Die Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt die Barmer Ersatzkasse mit insgesamt 25.300 Euro. Darüber freuen sich Dr. Roland Uphoff und Marlis Meierling vom Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe, Wilhelm Langenhorst von der Arbeitsgemeinschaft Spina bifida und Hydrocephalus sowie Hannelore Breuer vom Blauen Kreuz in der ev. Kirche. Den Scheck überreichte BEK-Regionalgeschäftsführer Gerd Fallsehr.

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Die „RuhrNachrichten” berichteten am 21.6.07:

Mit 25.000 Euro unterstützt die DAK die Selbsthilfegruppen, weil diese, so die DAK „die professionellen Angebote des Gesundheitswesens wirksam ergänzen”. Unser Foto zeigt (v.l.) Claudia Fuchs (DAK), Hannelore Breuer (BKE – Blaues Kreuz in der evangelischen Kirche, Wilhelm Langenhorst (ASBH – Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus), Birgit Maiwald (Leona – Verein für Eltern chromosomal geschädigter Kinder) und Marlis Meierling (AKGeV – Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe e.V.).

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Die Zeitschrift „family” brachte in Ausgabe 4/2007 diese Meldung:

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Die „SUPERillu” berichtete am 11.1.2007:

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Keine Angst vor der Geburt

Für werdende Eltern

Komplikationen bei der Geburt können zu Schaden des Babys führen – und wären oftmals zu vermeiden. „Wie kann ich mein Kind bei der Geburt schützen?” ist der Titel einer Broschüre vom Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe.
Darin werden Risiken, Sicherheitskonzepte und Möglichkeiten persönlicher Mithilfe vorgestellt.
Für 5 Euro zu beziehen beim AKG, Münsterstraße 261, 44145 Dortmund, Tel. 0231/525872. www.arbeitskreis-kunstfehler-geburtshilfe.de.

Der Radiosender WDR 2 brachte im November 2006 in seiner Reihe „Zwischen Rhein und Weser” den Beitrag „Pfusch bei der Geburt”.

In der „Neuen Westfälischen” ist am 17.11.2006 folgender Artikel erschienen:

Kind vor der Geburt schützen

 

Noch immer kommt es aufgrund von Komplikationen während der Geburt zu Schädigungen des Neugeborenen, die nicht rückgängig gemacht werden können. In den meisten Fällen wären die bei rechtzeitiger Aufklärung und Beratung zu vermeiden. Mehr als die Hälfte der Frauen mit Schwangerschafts- und Geburtsrisiko werden von ihrem Frauenarzt weder auf Risiken hingewiesen noch auf die Möglichkeit einer Entbindung in einer dafür angemessen ausgestatteten Klinik, wie einem Perinatalzentrum oder einer Klinik mit Neonatalabteilung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der DAK.
Aus diesem Anlass hat der Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe (AKG) als zentrale Dokumentations- und Beratungsstelle eine Vorsorgebroschüre „Wie kann ich mein Kind bei der Geburt schützen?” herausgegeben. Sie soll werdende Eltern aufklären und informieren.
Die Broschüre behandelt Themen wie „Welche Gefahren drohen dem Kind bei der Geburt?”, „Wie können Hebammen und Ärzte mehr Sicherheit in der Geburtshilfe beitragen?” oder „Was können Eltern persönlich tun?”.
Sie kann gegen fünf Euro Schutzgebühr bestellt werden beim AKG, Münsterstraße 261, 44145 Dortmund, Telefon (0231) 525872.

Die „Stiftung Warentest” veröffentlichte sowohl in ihrer Zeitschrift warentest-logo, Ausgabe 11/2006, S. 87, als auch am 19.10.2006 in der „test”- Online-Ausgabe folgende Meldung:

stiftung-warentest

MELDUNG aus GESUNDHEIT + KOSMETIK 19.10.2006

 

Geburtshilfe
Komplikationen bei der Geburt

Sie können zur Schädigung von Neugeborenen führen, wären aber oft zu vermeiden gewesen. „Wie kann ich mein Kind bei der Geburt schützen?” ist der Titel einer Broschüre vom Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe (AKG). Es geht um Risiken, Sicherheitskonzepte, persönliche Mithilfe. 40 Seiten, gegen Schutzgebühr von 5 Euro (inkl. Porto und Versand) beim:

AKG
Münsterstraße 261
44145 Dortmund
Tel. 02 31/52 58 72
Fax 02 31/52 60 48
www.arbeitskreis-kunstfehler-geburtshilfe.de.

Der „Stadtanzeiger Dortmund” berichtete in seiner Ausgabe vom 11.10.2006:

Kunstfehler: Arbeitskreis hilft
AKG unterstützt Eltern behinderter Kinder aktiv bei der Aufklärung

 

Dortmund. (SiHa) Die Behinderung eines Kindes ist für viele Familien ein schweres Schicksal. Eltern, die nicht eindeutig wissen, woher die Behinderung ihres Kindes stammt, finden beim Arbeitskreis Kunstfehler in der Geburtshilfe e.V. (AKG) an der Münsterstraße 261 Unterstützung und aktive Hilfe.

Der Arbeitskreis versteht sich als Elternselbsthilfevereinigung an der Nahtstelle von Patientenschutz und Behindertenarbeit. Nicht nur die Ursachenforschung einer Behinderung, auch die Beratung für ein Leben mit behinderten Kindern sind Hauptaufgaben des 1982 in Dortmund gegründeten Vereins. Heute zählt der AKG mehr als 1000 Mitglieder und hat Kontaktstellen in 15 Städten bundesweit.
„Wir klären ab, ob die Behinderung eines Kindes oder auch der Mutter auf ärztliches Fehlverhalten vor, während oder nach der Geburt zurückzuführen ist”, erklärt Marlis Meierling von der AKG-Geschäftsstelle Dortmund. Ist dies der Fall, steht den Eltern Schadensersatz und Schmerzensgeld zu. „Die Wenigsten wissen, dass sich diesbezüglich die Gesetze zur Verjährungsfrist geändert haben. Seit 2002 muss der Anspruch auf Schadensersatz jetzt innerhalb von drei Jahren geltend gemacht werden. Beim Schmerzensgeld war das immer so. Aber die Frist für Schadensersatz betrug vorher 30 Jahre,” weist Marlis Meierling auf diese fatale Unwissenheit vieler Eltern eindringlich hin.
Denn ohne Schadensersatz reiche das staatliche Pflegegeld oftmals nicht aus. Schließlich kämen zur Versorgung des Kindes meist auch der Arbeitsplatzverlust mindestens eines Elternteiles, die Umgestaltung der Wohnräume, Therapiekosen und vieles mehr hinzu.
Neue Kraft für ihren Job tankt Marlis Meierling, wenn sie die Erfolge des Arbeitskreises sieht: „Viele Eltern weinen, sind verzweifelt wegen der oft unerwarteten Situation. Das nimmt mich natürlich mit. Aber wenn sie mir sagen, dass es ihnen besser geht, weil wir ihnen helfen konnten gut mit ihrer Situation zu leben, dann gibt mir das neuen Mut und Stärke.”
Ein weiterer großer Erfolg, der dem AKG zu verdanken ist, ist das Interesse der Krankenkassen an der Ursachenforschung für Behinderungen von Kindern. „Als sich der AKG gründete, fragte noch keine Krankenkasse, ob eine Behinderung eventuell auch bei der Geburt im Krankenhaus entstanden sein könnte. Darauf haben wir die Kassen erst aufmerksam gemacht,” weiß Marlis Meierling, die schon seit 21 Jahren beim AKG tätig ist.
„Kein Arzt macht extra Fehler”, ist sie sicher, „aber es ist Tatsache, dass einige Behinderungen durch medizinische Fahrlässigkeit entstehen.” Mehrere Tausend beim AKG dokumentierte Fälle gerichtlicher und außergerichtlicher Verfahren belegen das. „Wir wollen den Eltern Mut machen, sich gegen ärztliche Fehler zu wehren. Oft geht das auch ohne einschlägige Gerichtsverfahren”, so Marlis Meierling.
In der Geschäftsstelle Münsterstraße 261 gibt es die neue Broschüre „Wie kann ich mein Kind bei der Geburt schützen?” sowie Informationen. Montags bis mittwochs zwischen 10 und 15 Uhr und donnerstags von 10 bis 18 Uhr gibt es Sprechstunden. Auskünfte gibt es ebenfalls unter: 525872. Informationen unter: www.arbeitskreis-kunstfehler-geburtshilfe.de. AKG ist auf Spenden angewiesen. Spendenkonto: Stadtsparkasse Dortmund, 161 007 986 (Kontonummer), 44 050 199 (BLZ).