Aufgaben und Ziele

Das Zusammenleben mit behinderten Kindern

Nach der Geburt eines behinderten Kindes fühlen sich viele Eltern hilflos und isoliert. Weder Sie selbst noch Familienangehörige und Freunde wissen, wie Sie mit der neuen Lebenssituation umgehen sollen.

Die ersten Fragen, die sich Eltern stellen, sind u.a.:

  • Wie schaffe ich es, den Alltag zu bewältigen?
  • Wie gehe ich mit der „Außenwelt“ (Familie, Freunde, Bekannte) um?
  • Welche therapeutischen Maßnahmen kann und muss ich ergreifen?
  • Welche Hilfen (auch finanzieller Art) gibt es überhaupt?
  • Wo finde ich Unterstützung?

Wir wollen versuchen, Ihnen diese und viele andere Fragen zu beantworten. Im persönlichen Gespräch mit Mitgliedern und Helfer(innen) des Vereins kann die unbekannte Situation ausführlich besprochen und so vielleicht auch verarbeitet werden. Der AKG bietet regelmäßig Treffen an, bei denen betroffene Eltern sich mit anderen Betroffenen austauschen und Hilfe bekommen können (s. „Termine“).

Aufklärung und Unterstützung

Mit dem Heranwachsen Ihres Kindes werden sich immer wieder neue Herausforderungen ergeben, auf die Sie sich einstellen müssen. Wir wollen Ihnen deshalb unseren medizinischen wie juristischen Erfahrungen im Sinne unserer Zielsetzung zur Verfügung stellen:

  • Hilfestellung und Beratung bei der Bewältigung des Alltags mit einem behinderten Kind
  • Beratung in allen sozialen Angelegenheiten (z.B. Pflegegeld und Haushaltsentlastung durch einen Zivildienstleistenden)
  • Unterstützung Betroffener in medizinischen und rechtlichen Fragen (z.B. Tipps und Hinweise, Vermittlung kompetenter Fachanwälte)
  • Erfahrungsaustausch bei Heil- und Hilfsmitteln (z.B. Therapien)
  • Herausgabe von Vorsorge- und Informationsbroschüren

In diesem Zusammenhang weisen wir ausdrücklich auf folgendes hin: Eine Rechtsberatung im juristischen Sinne darf und kann der AKG nicht übernehmen!

Qualitätssicherung der Geburtshilfe

Der AKG hat Geburtsschädigungen immer wieder hinterfragt und thematisiert und die Arbeit der Ärzte und Geburtshelfer vor, während und nach der Geburt analysiert und damit zu einer sachlichen Auseinandersetzung beigetragen. Als Ergebnis unserer langjährigen Tätigkeit verfügen wir über ein umfangreiches Archiv, in dem viele Geburtsverläufe, die hierzu eingeholten Gutachten, die gerichtlichen und außergerichtlichen Vergleiche sowie die gesamten Prozessverläufe und -ergebnisse durch oftmals drei Instanzen dokumentiert sind. So hat der Arbeitskreis inzwischen über die ursprünglich im Vordergrund stehende Betroffenenarbeit zunehmende Bedeutung im Rahmen der allgemeinen Qualitätssicherung in der Geburtshilfe gewonnen.

Konstruktiver Austausch

Kaum jemand hat bereits vor 30 Jahren die Entwicklung der ärztlichen Tätigkeit im deutschen Gesundheitswesen so konkret, offen und scharf kritisiert wie der AKG. Dabei mussten immer wieder und mit Nachdruck Missstände aufgedeckt werden.

Heute ist der AKG auf Kongressen und Symposien ein respektierter Gesprächspartner bei Ärzten und Hebammen, in Kliniken, bei Behörden, Organisationen und den Krankenkassen. Darüber hinaus führt der Arbeitskreis regelmäßig Informations-, Diskussions- und Erfahrungsaustausch-Veranstaltungen durch.

Durch Gespräche und Überzeugungsarbeit ist es uns ebenfalls gelungen, namhafte Professoren deutscher Universitätskliniken, Gynäkologen und Kinderärzte für eine Zusammenarbeit zu gewinnen und Privatgutachten in den vorprozessualen Auseinandersetzungen zu erstellen. Dadurch werden nicht nur die Interessen der Geschädigten verfolgt, sondern auch Krankenkassen und Sozialhilfeträger profitieren von unserem Engagement.

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